OFFENE DING-AKADEMIE

10. September bis 22. Oktober 2015

Österreichisches Museum für Volkskunde
Laudongasse 15–19
1080 Wien

Im Rahmen der Aussstellung Klimesch – Das Geschäft mit den Dingen. Der Nahversorger Im Museum


Die OFFENE DING-AKADEMIE versteht sich als Nahversorgung für alle – mit Wissen, Ideen, Diskussionsangeboten und politischen Perspektiven. Diese werden hier gemeinsam durchdacht, geboren, gefüttert und wieder verworfen. Die OFFENE DING-AKADEMIE ist darüber hinaus ein Ort des Handelns.

Mit der OFFENEN DING-AKADEMIE entwickeln wir gemeinsam eine Utopie für neue Formen der Wissensproduktion, in denen die Dinge, die uns umgeben auch ein Wörtchen mitsprechen. Die Angebote der OFFENEN DINGAKADEMIE bestehen aus gemeinsamer Lektüre, Dingperformances, Marktforschungsspielen, Workshops, Wundertüten, Selbststudium mit Dingmeditationen, Gebrauchsanleitungen und dem Austausch mit ExpertInnen unterschiedlichster Lebenslagen und ihrem jeweiligen Wissenssortiment; die Veranstaltungsbesuche begleitet ein Studienbuch, in dem Notizen und nach einem wilden System Punkte und Sternchen gesammelt werden können. Selbstverständlich wird am Ende der gesamten Ausstellung feierlich ein DingPLOM verliehen. Die OFFENE DING-AKADEMIE lädt alle zum Mitdenken, Mitspielen, Mitutopisieren ein, besondere Vorkenntnisse werden dabei nicht benötigt.

Organisation:: Andrea Hubin

Programm Semester #1

EINFÜHRUNGSSEMINARE

„IT´S THE ECONOMY, STUPID
Wie die Ökonomie in den Dingen spukt. Einführungsseminar zur Ökonomie der Krise inklusive Marxlektüre, ExpertInnengesprächen und Dingstatements.

10.9., 18 Uhr HEITERE STUDIENBERATUNG
Auftakt bei Wasser, Wein und Brot; Ausgabe der Studienbücher.

17.9., 18 Uhr PETER FLEISSNER
Peter Fleissner, Techniker, Ökonom und Mathematiker; vorm. Prof. für Sozialkybernetik an der TU-Wien; Beamter der Europäischen Union in Sevilla und Wien; Arbeiten über die Folgen technischer Innovationen, u. a. von Robotern, Informations- und Kommunikationstechnologien, zur Arbeitswerttheorie und zu gesellschaftlichen Alternativen.

24.9., 18 Uhr FLORIAN FRANKE-PETSCH
Florian Franke-Petsch, Marktfoscher und Philosoph, Autor; internationale Studien zu Lebenswelten, Marken und Produkten. In seiner wissenschaftlichen Arbeit geht er u.a. der Frage nach, welche Veränderungen die marxistische Theorie durch ihre Transformation in die sozialistische/kommunistische Ideologie und Parteinherrschaft erfuhr.

8.10., 18 Uhr ROBERT MISIK
Journalist, Sachbuchautor, bloggender Beobachter (FS Misik) der Krise und dabei kurzweiliger Vermittler von „all dem komplizierten Zeug“ – auch für Anfänger*innen und Eilige. Bücher u.a.: „Glanz und Elend der Kommerzkultur“ (2007), „Erklär mir die Finanzkrise! Wie wir da reingerieten, und wie wir da wieder rauskommen“ (2013), „Was Linke denken. Ideen von Marx über Gramsci zu Adorno, Habermas, Foucault & Co“ (2015).

15.10., 18 Uhr ULRICH BRAND
Professor für internationale Politik am Institut für Politikwissenschaft der Universität Wien. Er forscht und lehrt zu Globalisierung und ihrer aktuellen Krise, internationaler Umwelt- und Ressourcenpolitik, Lateinamerika. Er ist Mitherausgeber der Zeitschrift Blätter für deutsche und internationale Politik, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat von Attac Deutschland und im Kuratorium des Instituts Solidarische Moderne.

22.10., 18 Uhr ALYSSA SCHNEEBAUM
Ökonomin an der Wirtschaftsuniversität Wien; Forschung zur Ökonomie der Arbeit, Genderökonomie und Ökonomie der Ungleichheit. Zuletzt publizierte sie neue Erkenntnisse über die Abhängigkeit von Bildungsaufstiegschancen von familiärer Herkunft und Geschlecht: „Gender and migration background in intergenerational educational mobility“ (erschienen Frühjahr 2015 in der Fachzeitschrift „Education Economics“).

WUNDERTÜTE

Die WUNDERTÜTE enthält Handlungsvorschläge, Denkangebote und kleine Überraschungen, die Sie zu einer bestimmten Aktion in der Ausstellung anregen können. Die Wundertüte ermöglicht, einen eigenen Diskussionsbeitrag in der Ausstellung zu hinterlassen. Dieser Diskussionsbeitrag kann in einer der Veranstaltungen eine Rolle spielen: Holen Sie sich eine Wundertüte und schon sind Sie dabei! Sie bekommen die Wundertüte an der Museumskassa ? bei Vorlage Ihres Studienbuchs kostenlos.

WILDES REFLEKTORIUM

An zwei Terminen bieten wir ein REFLEKTORIUM an, um das Einführungsseminar zu verdauen. Das REFLEKTORIUM dient dazu, die Dinge von der anderen Seite zu betrachten und zu zerlegen. Der inhaltliche Fokus liegt dabei auf „Museum & Gesellschaft“.

18.9., 18 Uhr EDITH FUTSCHER
Kunsthistorikerin und Senior Scientist an der Universität für angewandte Kunst; Mitherausgeberin von FKW // Zeitschrift für Geschlechterforschung und visuelle Kultur; Autorin von: Diesseits der Fassade. Kryptoportraits der Moderne zwischen Bildnis und Stillleben (2001); gegenwärtig finalisiert sie eine Habilitationsschrift über das Werk Marguerite Duras‘.

2.10., 18 Uhr MARTIN GASTEINER
Historiker und Kulturwissenschafter. Seine Forschungen betreffen Praxen und Theorien der Medien und die Geschichte der Imagination. Er war Lektor am Institut für Geschichte und arbeitet momentan an Konzepten für Wissenskommunikation und Projekten im digitalen Raum.

WORKSHOP: WIE GEHT EIN…? FRAGEN SIE HERRN KLIMESCH

An drei Freitagen steht Herr Klimesch Rede und Antwort zum Gebrauch eines besonders kniffligen Dings aus dem Fundus oder zu ganz praktischen Fragen des Geschäftsalltages.

11.9., 18 Uhr HR. KLIMESCH
Im Gespräch mit: Matthias Beitl

9.10.,18 Uhr HR. KLIMESCH
Im Gespräch mit: Ursula Hofbauer

16.10., 18 Uhr HR. KLIMESCH
Im Gespräch mit : Ursula Hofbauer