METAmART. Kunst und Kapital

Ilse Chlan, Fingerzeig

METAmART 2011 ist Ausstellung UND experimentelle Marktsituation.
METAmART 2011 is exhibition AND experimental market situation.

METAmART thematisiert ökonomische Bedingungen im Kunstfeld in einer Doppelausstellung, die sowohl in einem Praxistext alternativer Kunstmärkte
(„METAmART – Die Marktmodelle“) als auch durch einen Ausstellungsparcours aktuelle Perspektiven junger KünstlerInnen auf das Wechsel- verhältnis von Kunst und Geld aufzeigt. Neben dem aktiven Verkaufsexperiment von Kunstwerken in der Ausstellung und der kritischen Auseinandersetzung mit Vermarktungs- strategien im Kunstbetrieb, fokussiert die Ausstellung ebenso soziale Netzwerke, Reputationsmanagement, Rollenbilder und notwendige Selbstinszenierung in bestehenden und neuen Öffentlichkeiten für junge Kunst.

METAmART.Kunst und Kapital. Der Ausstellungsparcours METAmART. Art and Capital. The Exhibition

Joseph Beuys “Kunst=Kapital” Geldnote
(c) METAmART/Sammlung Philipp Konzett, Wien und VG-Bild-Kunst, Bonn 2011

Eröffnung#02: Do.,24.11.2011, 19.00 Dauer: bis 19.2.2012

Künstlerhaus Wien
Karlsplatz 5
1010 Wien

Teilnehmende KünstlerInnen
Denise Ackerl, Miriam Bajtala, Aram Bartholl, Patrick Baumüller, Joseph Beuys, Ricarda Denzer, ETOY, Peter Fattinger, Female Obsession, Thomas Geiger, Aldo Giannotti, Christina Gillinger, Sofia Goscinski, Marlene Haring, Markus Hofer, Jochen Höller, Michael Kargl, Cornelius Kolig, Brigitte Kovacs, Matthias Krinzinger, Christin Lahr, Hannes Langeder, Nicolas Mahler, monochrom, MS SUPAMIRA, Gerald Nestler & Gerald Straub, Gruppe Or-Om, Julian Palacz, Jörg Piringer, Roman Pfeffer, Wendelin Pressl, Fiona Rukschcio, Christian Rupp, Susanne Schuda, Christoph Schwarz, Steinbrener/Dempf, Damian Stewart, Kamen Stoyanov, Studierende der Klasse Digitale Kunst (Angewandte) MS Supamira, Matthias Tarasiewicz, tat ort, Philipp Teister, UBERMORGEN. COM, Corina Vetsch, Anna Witt, The Yes Men & Molleindustria, Charlotte Young, Robert Zahornicky, Mounty Zentara, IG BILDENDE KUNST

Parallel reflektieren und kommentieren Kunstwerke ökonomische Bedingungen im Kunstfeld.
Art works comment on and reflect economic conditions in the field of art.

“Ohne Titel” – Robert Zahornicky© METAmART/Zahornicky
“I want to be a millionair” – Thomas Geiger
(c) METAmART/eSeL

“karl marx – das kapital/arbeit-geld” – Jochen Höller
(c) METAmART/Höller

„METAmART – Der Ausstellungsparcours“ zeigt ausgewählte Kunstwerke, die das Wechselverhältnis von Kunst und Geld, bzw. KünstlerInnen und ihren Märkten offensiv thematisieren und deren unsichtbare Dispositive aus ungewöhnlichen Blickwinkeln sichtbar machen. Der Ausstellungsparcours führt über die produktive Auseinandersetzung der KünstlerInnen mit verschiedenen Formen von Geld, Mechanismen der Wert- steigerung und der künstlerischen Nutzung von Geldtransfers zu sozialen Netzwerken im Kunstbetrieb und dem damit verbundenen Zwang zum Reputationsmanagement. Ausgewählte Kunstwerke hinterfragen aktuelle Rollenbilder für KünstlerInnen, Mechanismen der Selbst-Inszenierung und Selbstvermarktung und eröffnen ambivalente Perspektiven auf neue Verwertungskontexte für zeitgenössische Kunst. Alternative, auch digitale Öffentlichkeiten verheißen zwar neue Möglichkeiten „künstlerischer Freiheit“, Kontakt mit neuen Publikums- schichten und Möglichkeiten direkter gesellschaftlicher Intervention, erfordern aber außerhalb des schützenden Hand des Kunstbetriebs zugleich einen kritischen Blick auf den Künstler-Unternehmer als widerständiges „Role Model“ distinktionsbegieriger „critical consumers“ bzw. Paradebei- spiel prekarisierten Kreativunternehmertums im Netzwerk- kapitalismus. Für den Ausstellungsparcours wurde bewusst eine – vorwiegend heimische – „KünstlerInnen-Generation“ eingeladen, die sich noch nicht auf ein „finales Business Model“ für ihre künstlerische Praxis festgelegt hat, um persönliche Blickwinkel auf (Über)lebensstrategien im Kunstfeld sichtbar zu machen. „METAmART. Kunst und Kapital“ eröffnet damit – über die Frage nach dem Kapital – einen Blick auf den Status Quo der Wiener Kunstszene und wirft statt Antworten geben zu können neue Fragen über Funktion, Wirkung und Finanzierung zeitgenössischer Kunst in der Gesellschaft auf.

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Im Begleitprogramm der Open Space: Kultur und ökonomische Perspektive: Wie wir unser Kapital nützen können Sonntag, 27. November, 13:00 Uhr

Künstlerhaus Wien
Karlsplatz 5
1010 Wien

KünstlerInnen, Kulturschaffende, Forschende und Menschen in freien Berufen treffen einander, um Ideen auszutauschen, Beispiele vorzustellen, Projekte zu entwickeln, Netzwerke kennen zu lernen, Initiativen zu gründen, neue Wege zu finden, Ressourcen zu entdecken, PartnerInnen zu gewinnen und sich zu verbünden, um Ziele zu erreichen.

Mehr zum Open Space

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Mizzi Schnyder, Einladung Kunstdienstleistungen und Krawatten-/Perlenkettenpflicht

METAmART – Marktmodelle. Die Verkaufsmesse METAmART – Market Models. The Art Market

Künstlerhaus Wien
Karlsplatz 5
1010 Wien

Kurator:
eSeL Lorenz Seidler
Konzept & Durchführung:
eSeL.at – Kunst Kommunikation Gesellschaft

Eröffnung#01:Mi.,16.11.2011, 14:00 Dauer: bis So., 20.11.2011, 18:00

14 Parallel 5 Tage Experimentelle Ausstellung
Einheitspreise, Einheitsgrößen und/oder anonyme Unikate?

METAmART ist DER Kunstmarkt (bzw. 14 Kunstmessen gleichzeitig!) – für EinsteigerInnen, SammlerInnen und neue Käuferschichten. “METAmART – Die Marktmodelle” seziert zugleich lustvoll Aspekte des Kunstbusiness.

CEMS Cynthia Schwertsik / Michael Endlicher, Malmedine-Zertifikat

Hannes Langeder, Ferdinand GT3 RS, 2010, Fotostudio Manfred Lang, © METAmART