Bethlehem

Eröffnung am 13. Dezember 2008 um 18h
durch den palästinensischen Botschafter Dr. Zuheir Elwazer

Ausstellungsdauer bis 31. Jänner 2009 (geschlossen 22.12. bis 7.1.)

Isabel Czerwenka-Wenkstetten
Christiane Spatt
Greta Znojemsky

Nach Aufenthalten der drei Künstlerinnen in Bethlehem ist das Bedürfnis entstanden, ihre Erfahrungen und Gedanken, die sie sich darüber machten, in eine Ausstellung münden zu lassen.

Isabel Czerwenka-Wenkstetten
…nativity… Installationen und Fotografien

Die Arbeiten von Isabel Czerwenka-Wenkstetten schlagen einen Bogen.
Eine Brücke zwischen dem historischen Ort der touristisch attraktiven Jesus’.-Geburtskirche in Bethlehem und der Jetzt-Zeit. Und dem was in der Jetzt-Zeit im palästinensischen Bethlehem entsteht oder nicht entsteht und stattfindet, dem, was nun dort als normal gilt. Zwischen Spannung und gefangen sein da und dort kleine Oasen der Hoffnung und Freude, die sich ausweiten sollen. Die Arbeiten thematisieren Annahme, Blendung und Erfahrung, Erkennen und Hoffnung.

Christiane Spatt
“all the glory“, Fotoserie, Objekte 2008

„all the glory“ ist die Weiterentwicklung der in der Al Kahf Gallery gezeigten Arbeiten „...and lead us not into temptation“. Die Fotoserie „all the glory“ zeigt ähnliche Bildausschnitte, also ein Dekoltée in Großaufnahme mit Krägen von bunten Blusen, diesmal geschmückt mit objekthaften Halsketten und Broschen, gefertigt aus Miniaturen von Waffen, Plastiktotenköpfen und – knochen, Tauben, Dornen, etc. Die Gestaltungselemente des Schmuckes sind Versatzstücke der Eindrücke und Erfahrungen im Zuge des Aufenthaltes in Bethlehem, herb ironische Assoziationen zum Thema. War das Thema von „...and lead us not into temptation“ die persönlichen Voraussetzungen und Erfahrungen als Frau, so beschäftigt sich „all the glory“ nun mit den Auswirkungen der politischen Situation auf Leib und Leben.

Greta Znojemsky
Impressionen. Fotografie, Objekt und Installation

Pali – Tuch, Fotografie und kleinformatige C-Prints auf Leinen.
Zurück in Wien nach Kurzaufenthalten in Bethlehem hat Greta Znojemsky ein Modetrend besonders erstaunt. Unter Jugendlichen ist das so genannte Pali – Tuch ein Hit. Die wenigsten wissen heute, wo es herkommt und warum es so heißt. In den 70er Jahren war das Tragen des schwarz-weiß gemusterten Kopftuches, welches muslimische Männer in Palästina trugen – ein Zeichen der Solidarisierung mit dem palästinensischen Volk. 30 Jahre später hat sich die Lage in den besetzten Gebieten extrem verschärft –
aber in Wien ist das Tuch ein modisches „In“ Accessoire geworden – in vielen bunten Farben erhältlich.

Christmas, Installation
Vielschichtige Erfahrungen in Bethlehem fliesen in die Installation Christmas ein. In einer geschlossenen Pyramide aus Scherengittern liegt in der Mitte das Kind in der Krippe. Die außen befestigten Kränze aus Stroh sind sowohl Erinnerung an die ärmliche Geburt im Stall als auch Grabgaben
für die unzähligen Toten, die der bis dato ungelöste Konflikt gefordert hat.

Christmastree, Objekt
Der Christbaum hängt verkehrt herum mit der Spitze nach unten. Brauchtum auf den Kopf gestellt – manches könnte anders werden. Ein Plädoyer für Kopfstände.

Mixed, Fotoserie, C-Prints unter Plexiglas.
Die Fotoserie zeigt das Nebeneinander von religiösen Gruppen, Menschen und Objekten.

Unterstützt von:
Bezirksvertretung Wieden und KunstArt
Ständige Vertretung Palästinas bei der Österreichischen Bundesregierung

Windspiel Galerie
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