RADIO REVOLUTION
* Die Revolution jetzt -
Vom Untergang und der Menschwerdung *
* 5. Mai 2013 – 23:00 – Ö1 – Kunstradio *

Radio Revolution stellt den Prozess, „in dem die subjektive schöpferische Tätigkeit, der sich politisch kooperierenden Individuen, über die Wirklichkeit und ihre Veränderbarkeit entscheidet“ – zur Verhandlung.

Thomas J. Jelinek
Mit Ines Ohmann, Fritz Ostermayer, Tina Muliar, Thomas Wagensommerer
Und
Judith Butler, Jan Deck, Rudi Dutschke, Eargazm, Max Hoffmann, Harald Jokesch, Birgitta Jonsdottir, Katja Kobolt, Peter Kruse, Karin Küblböck, Stefan Lutschinger, Corinna Milborn, Robert Misik, Tobias Nöbauer, Julieta Rudich, Hooman Sharifi, Anna Soucek, Lena Wicke-Aengenheyster, Slavoj Žižek u.a.

Eine Klopapierrolle, Kupferlackdraht, zehn Meter Kabel. Zwei Meter Draht, eine Diode, Gummibänder, Sandpapier, Klebeband und Kopfhörer. Mit dem Radio wurde ein Medium erfunden, das es erlaubt, mit wenig Aufwand viele Menschen zu erreichen. Als einfaches Instrument, das ohne kontrollierte Netzwerktechnologie auskommen kann, ist es bis heute immer auch Symbol freier Meinungsäußerung geblieben, das die Herstellung von Gegenöffentlichkeiten und die Verbreitung unautorisierter Informationen ermöglicht.

Die Welt befindet sich in einer fundamentalen Krise. Ein Systemkollaps droht. Zu der, vor dem Systemcrash stehenden, Wirtschaftskrise und sich nähernden globalen Umweltkatastofe, kommt die Politische Demokratiekrise, von Systemen die offenkundig mit den stark emergenten Dynamiken und Problemstellungen der Gegenwart nicht mehr zurande kommen.
Gleichzeitig sind allerdings Krisen immer Entwicklungsphasen der Veränderung und die gegenwärtig global rasch wachsende Zahl an NGOs, neuer Demokratieinitiativen, Widerstands- und Protestbewegungen, Indikatoren einer globalen Emanzipationsbewegung und eines sich abzeichnenden Grundlegenden Wandels.